Heute morgen auf Heise Security gelesen: XKeyscore-Quellcode: Tor-Nutzer werden von der NSA als Extremisten markiert und überwacht.

Internetnutzer, die sich mit dem Anonymisierungs-Tool Tor beschäftigen, landen automatisch in den Datenbanken der NSA und werden dort als Extremisten markiert. Das stünde direkt so im Quelltext beziehungsweise den Konfigurationsfiles des Überwachungsprogramms XKeyscore, berichten NDR und WDR.

Hallo! Haben die denn jetzt völlig einen an der Klatsche?

Eindrucksvoll, dass man gleich als Extremist markiert wird. Scheint, dass ich langsam ein Problem habe… Immerhin schickt mir ein Freund, dessen russische Herkunft sich aus seinem Namen unweigerlich schließen lässt, gerne verschlüsselte E-Mails. Neben Tor verwende ich beim Surfen auch gerne HTTPS Everywhere, SSL Observatory, Ghostery, etc. Und auch sonst so ziemlich alles, um zur Zielgruppe der NSA zu gehören, auch wenn es sich in meinem Fall um einen Fehler 1. Art handelt. Aber gleich Extremist? Also wirklich…

Was also tun? Weitermachen, wie bisher. Warum sollte man dem Verein das Leben auch verschönen? Das „Nothing to hide“-Argument

If you’ve got nothing to hide, you’ve got nothing to fear

ist ja mit dieser Extremistennummer völlig ad absurdum geführt: Wer nicht richtig überwacht werden kann, der wird als Gefahr eingestuft.

Wie absurd das Argument selbst ist, davon kann sich jeder in diesem Video überzeugen (Danke an Daniel, der mich in seinem Beitrag darauf gebracht hat):

Überwachungsstaat - Was ist das? (Quelle: Youtube. https://youtu.be/iHlzsURb0WI)